Unsere Expert:innen

My body, my choice - auch unter der Geburt (02.10.2023)

Juliane Beck, AK Frauengesundheit,  Mitglied im Lenkungskreis des „Bündnis Gute Geburt"

„Die Versorgung rund um die Geburt in Deutschland ist so nicht länger tragbar: ein Ausdruck der Geringschätzung von Frauen.“


Anja Lehnertz, Hebamme am Limit, Mitglied Traum(a)Geburt e.V. 

„Artikel 6 Abs 4 des Grundgesetz: Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.“


Katharina Lüdemann, Chefärztin der Frauenklinik in Delmenhorst, AK Frauengesundheit

"Mit großer Sorge sehe ich die Entwicklung in deutschen Kliniken durch Bürokratie und Technikfixiertheit einerseits und den Personalmangel andererseits, was gute Medizin immer schwieriger macht."


Saskia Weishaupt MdB, Obfrau im Gesundheitsausschuss, Stv. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales

 "Ein Kulturwandel in der Geburtshilfe wird dringend benötigt, weg von einer Risikozentrierung von Schwangerschaft und Geburt, hin zu einem ganzheitlichen Fokus auf selbstbestimmte Geburt."


Mama allein zuhaus? (20.11.2023)

Ute Latzel, Geschäftsführerin des Mütter- und Familienzentrum Bad Nauheim und Mitglied im Steuerungskreis des Bundesvorstands der Mütterzentren

„Mütter brauchen Absicherung, sowohl finanziell als auch einen sicheren Wohnraum und Unterstützungssysteme betreffend, damit meine ich staatliche Maßnahmen bis hin zu einem stabilen Freundeskreis.“ 

Angela Schmidt, Notfallmamas

„Die Notfallmamas stehen für verlässliche Kinderbetreuung mit Herz, wenn Unternehmen und Eltern sie am meisten brauchen - nämlich im Betreuungsnotfall - um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.“ 

Dr. Christine Lemaitre, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.)

„Zukunftsorientierte Stadtentwicklung heißt, kinder- und familienfreundliche Angebote so einzurichten, dass auch berufstätige Väter und Mütter sie nutzen können. Da müssen wir als Gesellschaft flexibler werden.“

Gewalt kann jede treffen (11.12.2023)

Leni Breymaier MdB, Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundesfraktion

„Die Gewalt an Frauen darf nicht durch Begrifflichkeiten wie "Familientragödie" oder "Ehrenmord" verschleiert werden. Nein. Das ist Mord aus Frauenhass und muss auch so benannt werden.“

Anna Hansen, Frauen für Gewaltschutz

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!  (Bertold Brecht)

Christina,  Hilfe für Frauen in Not – Frauenhaus Bonn e.V.

 „Hilfe und Schutz sollte für alle gewaltbetroffenen Frauen und Kinder möglich sein, unabhängig von Wohnort, Aufenthaltsstatus und anderen Faktoren.“

 

Domenica Reddehase, Team Roses Revolution Deutschland und Vorstand Traum(a)Geburt e.V.

 „Das deutsche Patientenrechtegesetz gilt auch im Kreißsaal. Jede Frau verdient eine selbstbestimmte, respektvoll begleitete Geburt frei von Gewalt.“

 

Anja Lehnertz, Hebamme am Limit, Mitglied Traum(a)Geburt e.V.

 „Wenn wir Leid mindern wollen, müssen wir endlich anfangen Leid anzuerkennen.“

 

Die gläserne Decke für Mütter (22.01.2024)

Dr. Amrei Bahr, Juniorprofessorin an der Universität Stuttgart, Autorin und Mitinitiatorin Initiative #IchBinHanna

„Entgrenzte Arbeitszeiten, überzogene Anforderungen, ein familienfeindliches Umfeld und der Mangel an langfristigen Perspektiven benachteiligen Mütter in der Wissenschaft massiv — das ist unfair und schadet der Vielfalt in Forschung und Lehre!“

Sandra Runge, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Autorin und Mitinitiatorin der Initiative #Proparents

„Eltern und Kinder werden immer noch rechtlich benachteiligt. Wir brauchen daher dringend eine mutigere Familienpolitik mit neuen rechtlichen Rahmenbedingungen, die Mütter und Väter vor Diskriminierung schützen und finanziell absichern. Dazu gehört die Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes um ein neues Diskriminierungsmerkmal „Fürsorgeleistung“, aber auch eine Erhöhung des Elterngeldes.“

Tanja Gernet, Kommunikationsberaterin, Vizepräsidentin des Vereins Parité in den Parlamenten, Politikerin & Mutter

„Die Gläserne Decke ist für uns Frauen auf allen Ebenen und in allen Bereichen spürbar. Es gibt keine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf politischer Ebene. Ebenso wenig sind wir in den politischen Entscheidungsgremien paritätisch repräsentiert. Und das, obwohl Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen im Grundgesetz in Artikel 3 festgeschrieben ist.“

Equal Care (26.02.2024)

Heidi Reichinnek, MdB, Mitglied des Ausschusses für Familie, Frauen, Senioren und Jugend

„Wir brauchen ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein dafür, dass Sorgearbeit uns alle, unabhängig von unserem Geschlecht, angeht und eine Politik, die die Rahmenbedingungen dafür schafft, dass jede Person ihren Teil zu Sorge und Pflege beitragen kann.“

Sascha Verlan, Mitbegründer des Equal Care Day, Autor und Aktivist

"Equal Care ist die Grundvoraussetzung für eine gleichberechtigte Gesellschaft. Gleichberechtigung nicht nur der Geschlechter, sondern auch in Bezug auf Herkunft, Alter, Bildung, soziale Schicht und andere Ausgrenzungskategorien." 

Johanna Fröhlich Zapata, Co-Gründerin der Feministischen Coaching Akademie, Buchautorin 

„Im Privaten ist die Neu-Fair-Teilung von Fürsorge ein fehlerfreundlicher Prozess, in den wir Väter, Partner und Vorgesetzte miteinbeziehen müssen “

Coaching-Podcast rbb Kultur „Die Alltagsfeministinnen“

Patricia Cammarata, Autorin, Bloggerin

„In einer Gesellschaft, die Equal Care lebt, würde es Alleinerziehenden gut gehen. Sie wären der Maßstab für alle anderen Familienformen: Denn wenn es Alleinerziehenden gut geht, dann geht es allen Menschen, die sich in irgendeiner Form um andere kümmern, gut. Gleichberechtigung wäre keine Frage des Geldes.“

Vereinbarkeit ist Chef:innensache (vrsl. 04.03.24)

Smaro Expertin, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Vorstandsmitglied des Verbands berufstätiger Mütter (VBM)

 „In Zukunft werden diejenigen Unternehmen Fachkräfte gewinnen und binden können, die sogenannte „Care-Companies“ sind, also Unternehmen , die sich um die Bedürfnisse ihrer MitarbeiterInnen kümmern. Dazu gehört an erster Stelle die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.“